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Bias & Unconscious Bias im Unternehmenslabyrinth: bewusste Täuschung von unbeabsichtigten Vorurteile

Im komplexen Ballett der Unternehmensdynamik drehen sich die Konzepte „Bias“ und „Unconscious Bias“ mit einer Anmut, die oft ihre individuellen Konturen verwischt. Auch wenn es bei beiden um tief verwurzelte Vorurteile geht, ist es von größter Bedeutung, die subtilen Abstufungen zwischen ihnen zu erkennen, insbesondere wenn es darum geht, einen integrativen Arbeitsplatz zu schaffen.


Bias stellt in seiner transparentesten Form eine bewusste Neigung oder ein Vorurteil gegenüber oder gegen eine Person, Gruppe oder Idee dar. Diese Vorliebe, ob günstig oder antagonistisch, ist offenkundig, bewusst und manifestiert sich oft in expliziten Entscheidungen und Handlungen.


Unconscious bias hingegen ist ein schwer fassbares Gespenst. Es operiert unter dem Radar bewussten Denkens, das durch gesellschaftliche Erziehung, kulturelles Milieu und vergangene Erfahrungen geprägt ist. Bei diesen Vorurteilen handelt es sich um unbeabsichtigte, automatische Reaktionen, die Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungen beeinflussen, ohne dass der Einzelne es weiß.


Doch hier liegt eine gefährliche Falle. Die nebulöse Natur unbewusster Vorurteile bietet einen praktischen Deckmantel, hinter dem bewusste Vorurteile Zuflucht suchen können. Sätze wie „Das habe ich nicht so gemeint“ oder „Es war eine unbewusste Reaktion“ werden manchmal als Schutzschilde eingesetzt, um die Verantwortung für offensichtliche Vorurteile und diskriminierende Handlungen abzuwehren.


Im Unternehmensbereich, wo Voreingenommenheit bei Einstellung, Beförderung, Teamdynamik und vielem mehr zum Ausdruck kommt, reicht es nicht aus, unbewusste Voreingenommenheit anzuerkennen. Die Verantwortung liegt sowohl bei Institutionen als auch bei Einzelpersonen, sowohl bewusste als auch unbewusste Neigungen aktiv zu hinterfragen. Es ist unbedingt erforderlich, diese Vorurteile zu hinterfragen, zu hinterfragen und neu zu kalibrieren, anstatt sie als unfreiwillige Fehler abzutun.


Der Aufbau eines integrativen Arbeitsplatzes geht über bloßes Bewusstsein hinaus. Es erfordert kontinuierliche Selbstkontrolle, gezielte Schulung und ein unermüdliches Engagement für die Schaffung eines Umfelds, das frei von den Fesseln offener und verdeckter Vorurteile ist. Bei dieser unermüdlichen Suche müssen Unternehmen sicherstellen, dass der Anschein von „Unbewusstheit“ nicht zum Vorwand bewusster Vorurteile wird und die Heiligkeit und das Potenzial einer wirklich integrativen Unternehmenskultur untergräbt.



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